Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe verbraucht je nach Gebäudegröße und Dämmstandard zwischen 3.000 und 8.000 kWh Strom pro Jahr. Pro erzeugter Kilowattstunde Wärme werden nur 25–33 Prozent Strom benötigt.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?

Der Stromverbrauch ist das entscheidende Argument gegen die Wärmepumpe – zumindest in der Theorie. In der Praxis zeigt sich: Richtig dimensioniert und in einem gut gedämmten Gebäude ist eine Wärmepumpe die energie-effizienteste Heizoption auf dem Markt. Hier sind die konkreten Zahlen.

Typischer Jahresstromverbrauch

Für ein gut gedämmtes Einfamilienhaus (130–180 m², Baujahr nach 2000 oder saniert) benötigt eine Luftwärmepumpe 4.000–6.000 kWh Strom pro Jahr für Heizung und Warmwasser. Das entspricht bei 0,25 €/kWh Jahreskosten von 1.000–1.500 €. Zum Vergleich: Eine Ölheizung für denselben Haushalt verbraucht 2.000–3.500 Liter Öl pro Jahr, das entspricht bei 1,00–1,30 €/Liter Kosten von 2.000–4.550 €.

Was ist der COP und was bedeutet er?

Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie viel Wärme die Pumpe pro Kilowattstunde Strom liefert. COP 3,5 bedeutet: 1 kWh Strom → 3,5 kWh Wärme. Der SCOP (Seasonal COP) gibt die durchschnittliche Jahreseffizienz an und ist realistischer als der Spitzenwert. Gute Luftwärmepumpen erreichen SCOP 4,0–4,5. Im Winter bei −5 °C sinkt der COP auf ca. 2,5–3,0, im Frühjahr bei 10 °C steigt er auf 4,5–5,0.

Was beeinflusst den Verbrauch?

Dämmzustand des Gebäudes: Ein Niedrigenergiehaus benötigt 50 % weniger als ein unsanierter Altbau. Vorlauftemperatur: Fußbodenheizung (35 °C) ist effizienter als Radiatoren (55–65 °C). Außentemperaturen: Je kälter, desto mehr Strom. Warmwasserbereitung: Integrierte Warmwasserbereitung über die Wärmepumpe spart gegenüber Boiler, erhöht aber den Gesamtverbrauch. Anlageneinstellungen: Falsch eingestellte Heizkurven vergeuben Strom.

Kombination mit Photovoltaik

Wer eine PV-Anlage (5–10 kWp) besitzt, kann die Wärmepumpe tagsüber mit Eigenstrom betreiben. Besonders effektiv: Warmwasser tagsüber mit Überschussstrom aufheizen (Power-to-Heat-Funktion). Damit sinken die Heizkosten auf 300–600 €/Jahr.

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