Klimaanlage zum Heizen oder Gasheizung – was ist besser?

Für Einzelräume ist die Klimaanlage effizienter als eine Gasheizung. Für das Gesamtgebäude ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe langfristig die bessere Alternative zu Gas.

Die Frage klingt einfach, ist aber vielschichtig. Klimaanlage und Gasheizung verfolgen unterschiedliche Ansätze – je nach Gebäude und Nutzung kann beides die richtige Wahl sein.

Einzelraum: Klimaanlage gewinnt

Für die Beheizung einzelner Räume ist eine Klimaanlage (Luft-Luft-Wärmepumpe) effizienter. Eine Klimaanlage liefert für 1 kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme. Ein Gasheizkörper wandelt Brennwert-Gas mit etwa 90–98 % Wirkungsgrad um – aus 1 kWh Gas kommen höchstens 0,98 kWh Wärme. Physikalisch ist die Klimaanlage überlegen, sofern der Strom nicht teurer als Gas ist.

Gesamtgebäude: Wann macht Gas noch Sinn?

In gut gedämmten Neubauten macht Gas für die Gesamtheizung kaum noch Sinn – Wärmepumpen sind im Neubau die erste Wahl. In schlecht gedämmten Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen (70–80 °C) kann Gas kurzfristig noch kosteneffektiver sein, weil Wärmepumpen bei solchen Temperaturen weniger effizient arbeiten.

Umweltbilanz

Klimaanlage und Wärmepumpe mit ökologischem Strom (Photovoltaik, Ökostrom) sind CO₂-arm. Gasheizungen stossen weiterhin CO₂ aus. Bei steigendem Anteil erneuerbarer Energien verschlechtert sich die Gasheizung im Vergleich langfristig weiter.

Was sagt die Gesetzgebung?

In Österreich werden neue Gasheizungen zunehmend weniger gefördert. Für Wärmepumpen gibt es hingegen attraktive Bundes- und Landesförderungen in der Steiermark.

Fazit

Wer eine bestehende Gasheizung ersetzen will, sollte heute eine Wärmepumpe in Betracht ziehen. Wer einzelne Räume heizen will, ist mit einer Klimaanlage gut bedient. Schmelzer Klima berät in Graz, welche Lösung zum Gebäude passt.